| Unter dem Patronat der Internationalen Kommission für das Alpine Rettungswesen (IKAR) haben das Eidg. Institut für Schnee- und Lawinenforschung Davos (SLF), der Schweizer Alpen-Club (SAC), die Schweizer Armee, die AINEVA (Italien), die ANENA (Frankreich), der Deutsche Alpenverein (DAV) und der Österreichische Alpenverein (ÖAV) im Herbst 1998 umfangreiche Tests mit verschiedenen Lawinenverschütteten-Suchgeräten (LVS-Geräte) durchgeführt. Diese Tests wurden nötig, weil verschiedene Hersteller neue LVS-Geräte mit optischen Suchhilfen und digitaler Technologie entwickelt haben. Neben den drei Neuentwicklungen Arva 9000, Ortovox M1 und Tracker DTS wurden auch drei Geräte konventioneller Bauart, nämlich Barryvox VS 2000, Fitre Snow Bip II und Pieps 457 Opti 4 als Referenzgeräte in die Tests miteinbezogen. Die IKAR stellt auf Grund der Testresultate fest, dass bei den drei neuen Geräten der erreichte Stand der Technik in wichtigen Teilaspekten noch unbefriedigend ist. Die IKAR empfiehlt deshalb, vorderhand nach wie vor Geräte mit bewährter Technologie (z.B. Arva 8000, Barryvox VS 2000, Fitre Snow Bip II, Ortovox F-1, Pieps 457 Opti 4) einzusetzen. Allerdings erfordern diese Geräte älterer Bauart vom Benützer gute Kenntnisse über die Suchverfahren und viel Übung, damit die Geräte im Ernstfall effizient eingesetzt werden können. Die IKAR ersucht die Hersteller der neuen Geräte, die bei den Tests festgestellten Mängel zu beheben und die Geräte weiter zu entwickeln. Der eingeschlagene Weg ist der richtige. So sind beispielsweise beim Ortungssystem (Tracker DTS) oder bei der Kombination von analoger und digitaler Technologie (Ortovox M1) vielversprechende Lösungsansätze gefunden worden. Es müssen Geräte entwickelt werden, welche es in Zukunft auch dem ungeübten Benützer erlauben, selbst in einer Stressituation schnell und mit Erfolg nach Verschütteten suchen zu können. |